"Lernerautonomie - Karriere und Sloganisierung des Autonomiebegriffs"
Tübingen: Narr, 2008
Kurzbeschreibung
Über all den empirischen Arbeiten zur Fremdsprachenforschung gerät manchmal in Vergessenheit, dass es auch hermeneutische Forschungstraditionen gibt. Die Arbeit von Barbara Schmenk ist dieser Tradition verpflichtet. Sie befasst sich mit einem zentralen Begriff der Fremdsprachendidaktik, und wird dabei dem Untertitel gerecht, denn sie erfasst sehr genau die "Karriere und Sloganisierung des Autonomiebegriffs".
Bewertung
Die Arbeit zeigt eine fulminante Belesenheit und ein philosophisch wie fachdidaktisch klares Urteil. Dazu ist sie noch stilistisch gelungen und humorvoll und pointiert formuliert, die Dialoge zwischen der Pessimisten- und der Optimistenseele sind erfrischend und gleichzeitig aufschlussreich (in der Tradition platonischer Dialoge). Die Arbeit setzt sich kritisch aber positiv würdigend vor allem auch mit dem kommunikativen Fremdsprachenunterricht im Piephoschen Sinn auseinander. Diese ungewöhnliche Arbeit ist ein klarer Favorit für den Hans-Eberhard-Piepho-Preis. Vergleichbares ist in Deutschland schon lange nicht mehr - wenn überhaupt jemals - publiziert worden.