Hans-Eberhard-Piepho-Preis

Hans-Eberhard-Piepho-Preis 2015
3. Preis in der Kategorie Wissenschaftliche Arbeiten

Stefanie Lambertz, München

„Englische Muttersprachler als Schülerinnen und Schüler im Englischunterricht. Eine empirische Studie“

Beschreibung
Frau Lambertz geht in ihrer Staatsarbeit der kaum beachteten, gleichwohl hoch interessanten Frage nach, wie sich die Teilnahme englischer Schülerinnen und Schüler auf den schulischen Englischunterricht auswirkt, genauer gesagt auf die Lehrperson, die Mitschülerinnen und Mitschüler und die Unterrichtsinteraktion (in ihrer Prozess- bzw. Interaktionsqualität). Ausgehend von einer kritischen theoretischen Auseinandersetzung mit der native speaker-Problematik führt sie eine auf unterrichtliche Beobachtungen, halb-strukturierte Interviews und Fragebögen sich stützende, qualitative-explorative Untersuchung durch, die den hohen Ansprüchen an eine forschungsorientierte Lehrerbildung bzw. eine in diesem Kontext zu verortende Abschlussarbeit mehr als gerecht wird.

Die Verfasserin gelangt zum einen zu dem Schluss, dass aus der Anwesenheit von englischen (in der Regel bilingualen) Muttersprachlern in der Lerngruppe nicht vorschnell auf positive Effekte für den Englischunterricht geschlossen werden kann und darf. Zum anderen stellen die muttersprachlichen Kinder aber ein großes Potential für einen lebendigen Englischunterricht im Sinne von Hans-Eberhard Piepho bereit. So werden sie werden keineswegs als sog. Fehlerpolizei vereinnahmt oder als Sprachnormgehilfen von der Lehrperson missbraucht. Die Arbeit ist vorzüglich geschrieben, bestens dokumentiert und eröffnet Perspektiven für weitere Forschung. Schließlich liefert sie wertvolle Anregungen für die Schulpraxis. Die Jury prämiert diese Arbeit daher mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

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