Hans-Eberhard-Piepho-Preis

Hans-Eberhard-Piepho-Preis 2015
1. Preis in der Kategorie Schulpraktische Arbeiten

Christina Lang, Gießen

„DaZuLernen – Ein Integrationsprojekt an der Friedrich-Feld-Schule in Gießen. Deutsch als Zweitsprache und interkulturelles Lernen“

Beschreibung
Christina Lang hat mit ihrem Projekt DaZuLernen ein außergewöhnlich innovatives Konzept an der Schnittstelle zwischen interkulturellem Lernen, Zweitspracherwerb und peer learning entwickelt und an der Friedrich-Feld-Schule (einer kaufmännischen Berufsfachschule) etabliert. Einer Initiative von drei Schülerinnen folgend, organisierte Frau Lang im Schuljahr 2012/2013 erstmals ein Lern- und Begegnungsprojekt zwischen Schülerinnen und Schülern der kaufmännischen Berufsfachschule und minderjährigen Flüchtlingen aus verschiedenen Herkunftsländern, z.B. Afghanistan, Eritrea, Somalia und Syrien.

Das Unterrichtskonzept ist außerordentlich beeindruckend und überzeugend. DaZuLernen ist im Stundenplan einer Berufsfachschulklasse und einer Flüchtlingsklasse verankert, so dass beide Gruppen in Begleitung eines Lehrerteams zusammenarbeiten können. Dadurch findet wechselseitiges Lernen auf verschiedenen Ebenen statt: Während die Flüchtlinge durch die Zusammenarbeit maßgeblich beim Zweitspracherwerb unterstützt werden, erwerben die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule Lehrkompetenzen und didaktisch-methodische Fertigkeiten und erweitern gleichzeitig ihre Sozialkompetenzen. Ganz im Sinne von Hans-Eberhard Piepho fördert dieses überaus gelungene Projekt die kommunikative und interkulturelle Kompetenz aller Beteiligten. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule selbst das Unterrichtsmaterial entwickeln und das Lernen thematisch mitgestalten.

Das Projekt hat sich in Gießen als nachhaltig erwiesen und ist für andere schulische Kontexte adaptierbar. DaZuLernen fördert keinesfalls nur den Zweitspracherwerb von Flüchtlingen, sondern trägt in hohem Maße dazu bei, dass junge Menschen verschiedener Herkunft sich ihrer eigenen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden und Berührungsängste sowie Vorurteile abbauen.

Die Jury honoriert dieses Projekt mit dem ersten Preis in der Kategorie Schulpraktische Arbeiten und vergibt ein Preisgeld von 1.500.- Euro.

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